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Software Innovation
Campus Paderborn
15. Paderborner Tag der IT-Sicherheit am 30.11.2021 Bildinformationen anzeigen
Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten Bildinformationen anzeigen

15. Paderborner Tag der IT-Sicherheit am 30.11.2021

Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten

ZenMEM - Zentrum Musik – Edition – Medien

1. Motivation

ZenMEM bündelt sowohl Erfahrungen und Kompetenzen als auch Konzepte und Methoden aus der Musikwissenschaft, verschiedenen Bereichen der Informatik (Kontextuelle Informatik, Mensch-Computer-Interaktion, Musik- und Filminformatik sowie Softwaretechnik) und den Medienwissenschaften (Medienpädagogik und Medienökonomie) um musikalische und weitere, primär nicht-textuelle Objekte im Kontext digitaler Editionen in den Fokus der Forschung zu rücken

2. Ziele und Vorgehen

Ziel ist die Etablierung nachhaltiger Softwareentwicklung in den digitalen Kulturwissenschaften. Hierfür wurde ein modellbasiertes Vorgehen angedacht, indem zuerst ein Reverse Engineering der bestehenden Edirom Werkzeuge durchgeführt wird, um diese in eine modellbasierte Systemspezifikation zu überführen. Im Laufe des Projektes hat sich herausgestellt, dass bestehende Vorgehen und Werkzeuge der Softwareentwicklung nicht adäquat auf den Kontext der digitalen Kulturwissenschaften passen. Daher werden zusätzlich Anforderungserhebungswerkzeuge und Softwareentwicklungsvorgehen entwickelt. Diese bilden eine Basis für nachhaltige Entwicklungen im gesamten Bereich der Digital Humanities. In einer intensiven transdisziplinären Zusammenarbeit sind erste spezielle Konzepte für die besonderen Bedürfnisse kultur- und geisteswissenschaftlicher Unterstützungswerkzeuge erarbeitet und veröffentlicht worden.

Die modellbasierte Entwicklung von Anwendungen und ihrer Benutzungsschnittstellen ist wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Softwareentwicklung und soll im Rahmen des Projekts prototypisch für einen Teil der bestehenden und ggf. neu zu entwickelnden Werkzeuge durchgeführt werden. Hierfür werden zunächst die Anforderungen erhoben und definiert. Die Systeme und insbesondere deren Architektur sind im Rahmen einer Reverse Engineering Phase zu analysieren und gegebenenfalls in Form von Modellen zu spezifizieren.

Die Gesamtheit der Anforderung und Beschreibungen dieser Systeme werden dann in Form einer modellbasierten Systemspezifikation festgehalten. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit stellen diese modellbasierten Systemspezifikationen dabei die Zukunftsfähigkeit der Systeme sicher, da sie Wissen der Entwicklerteams wiederverwendbar festhalten. Die Aufgaben- und Dialogmodellierung soll durch adäquate Editierwerkzeuge, sowie Simulatoren, Interpreter und Softwaregeneratoren unterstützt werden.

3. Innovation und Perspektiven

Über viele Jahrzehnte bewährte Arbeitsabläufe in den Kultur- und Geisteswissenschaften haben sich durch die Digitalisierung grundlegend verändert. Damit einher geht auch die Entwicklung zahlreicher digitaler Werkzeuge, die Forschung und Lehre unterstützen sollen. Herausfordernd dabei ist insbesondere die Zusammenarbeit von Geisteswissenschaftlern und Informatikern, denn beide Gruppen bringen unterschiedliche Bedürfnisse, Arbeits- und Denkweisen mit ein, die es zu kommunizieren gilt (vgl. dazu Warwick 2012, S. 2f.) Langfristig übernommen werden neue Arbeitsabläufe in den Geisteswissenschaften nur, wenn der Entwickler die Bedürfnisse des Wissenschaftlers verstehen und nachvollziehen kann (vgl. ebd., S. 18.) Die Nutzergruppe ist sehr spezifisch und deren Expertenwissen häufig implizit. Komplexitätssteigernd wirkt, dass sich die Forschung mit digitalen Daten von der traditionellen Forschungsarbeit unterscheidet und sich Arbeitsroutinen, Forschung und Wissen im Arbeitsprozess stetig weiterentwickeln. Um in diesem Kontext eine effektive Anwendung und Bündelung fachdisziplinären Wissens zu erreichen, bedarf es interdisziplinärer Kollaborationen, da die genannte Problematik von allen beteiligten Forschungsdisziplinen in DH-Kontexten in Grundzügen erfasst werden muss, um gemeinsam Forschungsanteile bearbeiten zu können. Hier wurden in der ersten Forschungsphase elementare Grundlagen erarbeitet, die es nun zu systematisieren gilt.

4. Antragsteller

Prof. Dr. Steffen Bock, Hochschule Ostwestfalen-Lippe (HS OWL), Zentrum für Musik- und Filminformatik (ZeMFI)

Prof. Dr. Gregor Engels, Universität Paderborn, Institut für Informatik, Software Quality Lab (SL)

Prof. Dr. Rebecca Grotjahn, Universität Paderborn, Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn (MW)

Prof. Dr. Aristotelis Hadjakos, Hochschule für Musik Detmold (HfM), Zentrum für Musik- und Filminformatik (ZeMFI)

Prof. Dr. Reinhard Keil, Universität Paderborn, Institut für Informatik, Fachgruppe Kontextuelle Informatik (KI)

Prof. Dr. Dorothee M. Meister, Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften, Medienpädagogik und empirische Medienforschung (MP)

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Universität Paderborn, Medienorganisation und Mediensystem (MÖ)

Prof. Dr. Gudrun Oevel, Universität Paderborn, Zentrum für Informations- und Medientechnologien (IMT)

Prof. Dr. Gerd Szwillus, Universität Paderborn, Institut für Informatik, Fachgebiet Mensch-Computer-Interaktion und Softwaretechnologie (MCI)

Prof. Dr. Joachim Veit, Universität Paderborn, Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn (MW)

In Kürze

Förderkennzeichen:
01UG1414A-C
Laufzeit:
1. September 2014 bis 31. August 2017
 

Ansprechpartner

Dr. Stefan Sauer

sauer(at)upb(dot)de

Antragsteller
  • Hochschule Ostwestfalen-Lippe
  • Universität Paderborn
  • Hochschule für Musik, Detmold