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DC2HEAT auf der AI Con­fer­ence 2026: Bundesum­welt­min­is­ter in­formiert sich über KI-gestützte Ab­wär­men­utzung

Wie kann Künstliche Intelligenz dabei helfen, die Abwärme von Rechenzentren für die Wärmeversorgung zu nutzen? Das zeigte das Forschungsprojekt DC2HEAT auf der AI Conference 2026 in Berlin. Bundesumweltminister Carsten Schneider besuchte den Projektstand und ließ sich das Projekt von Marcel Meyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik, insb. Data Analytics, erklären.

Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Oliver Müller stellte DC2HEAT gemeinsam mit dem Lehrstuhl von Prof. Dr.-Ing. Henning Meschede (Energiesystemtechnik) vor. Mit zwei Demonstratoren waren Marcel Meyer und Denis Divkovic, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Energiesystemtechnik, vor Ort. Die Konferenz des Bundesumweltministeriums fand am 6. Oktober 2026 unter dem Motto „Green AI neu denken“ bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH statt.

DC2HEAT entwickelt intelligente digitale Zwillinge, um die Planung und den Betrieb von Systemen zur Abwärmenutzung aus Rechenzentren zu unterstützen. Ziel ist es, die entstehende Wärme effizient für die Wärmeversorgung nutzbar zu machen und dadurch den Einsatz fossiler Energieträger zu verringern.

In seiner Eröffnungsrede betonte der Minister, dass die Nutzung von Rechenzentrumsabwärme einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Rechenzentrumsinfrastruktur und zur lokalen Wärmeversorgung leisten kann. Dabei verwies er auch auf das zuvor besuchte Ausstellungsbeispiel zur KI-gestützten Abwärmenutzung.

Für den SICP – Software Innovation Campus Paderborn ist der Auftritt ein gutes Beispiel für seine Arbeit im Bereich der Wissenschaftskommunikation: DC2HEAT verbindet Wissen aus Energiesektor, Rechenzentren und KI und ist entsprechend komplex. Anschauliche Demonstratoren machen diese Komplexität auch für Fachfremde und Entscheidungsträger*innen greifbar und öffnen die Tür für Gespräche.

Neben der Präsentation bot die Konferenz Gelegenheit zu vielen interessanten Gesprächen rund um DC2HEAT. Besonders wertvoll war der rege Austausch mit den anderen KI-Leuchttürmen über ihre Projekte und den Einsatz von KI für Umwelt- und Klimaschutz.

Bereits am Vortag stellte Marcel Meyer in der internen Vernetzungsrunde der KI-Leuchttürme den ressourceneffizienten Einsatz von Time Series Foundation Models am Beispiel der TS-Arena vor. Diese vortrainierten KI-Modelle können Prognosen für neue Zeitreihen erstellen, ohne für jede Anwendung eigens trainiert zu werden. Die Live-Benchmarking-Plattform TS-Arena vergleicht solche Modelle anhand von Prognosen auf laufend eintreffenden Daten. Im Mittelpunkt des Beitrags stand die Frage, wie sich geeignete Modelle anhand ihrer Prognosegüte und ihres Ressourcenbedarfs auswählen lassen. Auch dieser Beitrag stieß auf reges Interesse.

Weitere Informationen: DC2HEAT und TS-Arena.

©ZUG/Jens Jeske v. l .n. r.: Dr. Constanze Haug, Geschäftsführerin ZUG gGmbH; Bundesumweltminister Carsten Schneider; Marcel Meyer; Universität Paderborn
©ZUG/Jens Jeske v. l .n. r.: Bundesumweltminister Carsten Schneider;; Dr. Constanze Haug, Geschäftsführerin ZUG gGmbH

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