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Software Innovation
Campus Paderborn
Quelle: iStock.com/solarseven | 16. Tag der IT-Sicherheit Bildinformationen anzeigen
Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten Bildinformationen anzeigen

Quelle: iStock.com/solarseven | 16. Tag der IT-Sicherheit

Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten

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Pro-AuDev: Professionalisierung des Audience Developments in nordrhein-westfälischen Theatern

Ein Projekt des SICP – Software Innovation Campus Paderborn und des gemeinsamen Büros der Landestheater NRW

Die Kulturbranche steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Eine davon ist die schwindende Zuschauerschaft, verstärkt (nun auch noch) durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Lockdowns und Zuschauerbeschränkungen hatten großen Einfluss auch auf die Theater. Daher ist es nun von besonderer Bedeutung, die Bedürfnisse und Erwartungen der Besucher*innen und Nichtbesucher*innen dieser Häuser zu kennen. Hier setzt das Projekt „Pro-AuDev“ an. Ziel ist die Verbesserung der Ansprache sowie die Bindung der Theaterbesucher*innen.

Im Rahmen des Projekts „Pro-AuDev“ entwickelt der SICP – Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn zusammen mit dem gemeinsamen Büro der Landestheater NRW – dazu gehören die Burghofbühne Dinslaken, das Landestheater Detmold, das Rheinische Landestheater Neuss und das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel – eine Publikumsumfrage zur Professionalisierung des Audience Developments. Zur Verfügung gestellt wird die Umfrage allen interessierten Programm- und Bespieltheatern in Nordrhein-Westfalen. Diese Theater und Kulturstätten verfügen über kein eigenes Ensemble und bestreiten ihr Programm bis auf wenige Ausnahmen über Gastspiele.

Besucherumfrage adressiert Besucherrückgewinnung

Mit der Publikumsumfrage wird das Ziel verfolgt, mit Menschen in den Dialog zu treten, um Kenntnisse über ihre individuellen Bedürfnisse zu erlangen und somit aus den Ergebnissen der Umfrage Handlungsempfehlungen für die Theater abzuleiten. Um die Fragestellungen möglichst nah an den Bedürfnissen der Programm- und Bespieltheater auszurichten, wurden fünf unterschiedlich große Theater bzw. Kultureinrichtungen ausgewählt, die an der Entwicklung der Umfrage beteiligt sind. Darüber hinaus unterstützen das Kultursekretariat NRW Gütersloh sowie die INTHEGA – Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V. dieses Projekt.

Das Ergebnis ist eine Publikumsumfrage, die unter anderem das Thema der Besucherrückgewinnung in den Blick nimmt und die Wahrnehmung der Theater durch die Besucher*innen abfragt. Dabei geht es nicht nur um die Aufführung an sich, sondern auch, ob es Hindernisgründe für einen Besuch gibt oder ob sich die Wahrnehmung der Kultur durch die Pandemie geändert hat.

Fachtag „Bespieltheater“ über Bedürfnisse und Zukunft der Programm- und Bespieltheater

Vorgestellt wurde das Projekt am 29. April 2022 auf dem vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Kultursekretariat NRW Gütersloh veranstalteten Fachtag „Bespieltheater“ im Forum Leverkusen. Zielgruppe des Fachtages waren Verantwortliche aus den städtischen Kulturämtern, Theaterleitungen und ehrenamtlichen Vorständen von Kulturkreisen aus ganz NRW. „Für unser Projekt war der Fachtag eine sehr erfolgreiche Veranstaltung. Wir haben durchweg positives Feedback der Teilnehmenden sowie weitere Anfragen für die Nutzung der Umfrage erhalten“, so Maximilian Kaspar, wissenschaftlicher Mitarbeiter im SICP.

Derzeit wird die Umfrage noch bis Ende Juni 2022 in den fünf Städten und Gemeinden der ausgewählten Theater getestet. Anschließend wird der Testlauf durch den SICP evaluiert und möglicherweise noch etwas angepasst. Von Mitte August bis Ende Oktober 2022 soll dann ein erster großer Umfragelauf für alle interessierten Programm- und Bespieltheater starten.

Zur Info

Die vier Landestheater NRW – die Burghofbühne Dinslaken, das Landestheater Detmold, das Rheinische Landestheater Neuss und das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel – erfüllen eine Doppelfunktion: Zum einen spielen die Landesbühnen in ihrer Sitzstadt. Zum anderen ist es ihr kulturpolitischer Auftrag, qualitätsvolles und mobiles Theater in die nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden ohne eigenes Theaterensemble zu bringen. Vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben die vier Landestheater NRW über 1.300 Vorstellungen im Jahr gespielt – davon durchschnittlich mehr als 50 Prozent als Gastspiele in fast 200 Kommunen Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus. Rund ein Drittel aller Inszenierungen richtet sich an Kinder und Jugendliche.

Kontakt

Christoph Weskamp

Dr. Christoph Weskamp

Software Innovation Campus Paderborn (SICP)

R&D Manager - Digital Business

Zur Person