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Software Innovation
Campus Paderborn
Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten Bildinformationen anzeigen

Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten

| Kerstin Sellerberg

Neue Mitglieder im SICP

Das aus Lippstadt stammende und auf die Bereiche Klimabedienung und Thermomanagement für die Automobilindustrie spezialisierte Unternehmen Behr-Hella Thermocontrol (BHTC), die Münsteraner Unternehmensberatung cronos und die Paderborner WestfalenWIND-Gruppe, die Experten, wenn es um erneuerbare Energien geht, sind neue Mitglieder des SICP – Software Innovation Campus Paderborn.

„Wir freuen uns außerordentlich, innerhalb so kurzer Zeit gleich drei neue Mitgliedsunternehmen im SICP begrüßen zu können”, quittiert Dr. Stefan Sauer, Geschäftsführer im SICP, die Vergrößerung des Forschungs- und Innovationsverbunds auf nunmehr 13 Mitgliedsunternehmen. „Mit einer an IT-Lösungen zur Prozessoptimierung orientierten Unternehmensberatung, die wesentliche Schwerpunkte ihres Geschäftsbetriebs im Bereich der Versorgungsunternehmen hat, einer Unternehmensgruppe, die sich um innovative Lösungen zur Verbindung von IT und nachhaltiger Energieerzeugung kümmert sowie einem Technologieunternehmen, das innovative Produkte für das Klimamanagement im Automobil entwickelt, werden die Kompetenzen unseres Clusters ausgezeichnet ergänzt. Sowohl im Hinblick auf die adressierten Branchen und Anwendungsfelder als auch die Systemklassen und technischen Herausforderungen unterschiedlicher vernetzter soziotechnischer Systeme verstärken sie das Innovationssystem des SICP aus Forschung, Lösungsentwicklung und Anwendung an wichtigen Andockstellen. Erfreulicherweise haben hierbei alle drei Unternehmen einen Blick auf das Thema Nachhaltigkeit”, so Sauer.

Innovationen für zukünftige Generationen von Steuergeräten

Als Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation wurde im vom BMBF geförderten europäischen Forschungsprojekt APPSTACLE ein offenes Software-Ökosystem für vernetzte Fahrzeuge entwickelt. Die SICP-Projektpartner BHTC und Universität Paderborn konzentrierten sich auf Software-Bibliotheken zur Unterstützung des Over-the-Air Software-Updates (Universität Paderborn) sowie die Entwicklung von Demonstratoren und Diensten für das Klimamanagement in vernetzten Fahrzeugen durch BHTC. „Die Mitgliedschaft im SICP bedeutet für uns eine konsequente Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Ziel, insbesondere in den Kompetenzbereichen Cyber-Physical Systems und Digital Security im Umfeld des Software Engineering, unsere Innovationskraft durch eine gezielte Kooperation mit dem SICP zu verstärken und die bestehende Vernetzung mit den Universitäten weiter auszubauen“, so Dr. Michael Frigge, Head of Software Engineering bei der Behr-Hella Thermocontrol GmbH.

Spitzentechnologie aus Lippstadt für innovative Bediengeräte und die Klimatisierung von Fahrzeugen

Die Behr-Hella Thermocontrol GmbH (BHTC) gestaltet die Bedien- und Anzeigesysteme von morgen. Als Weltmarktführer für Klimabedienung/ Klimaregelung und als Spezialist für High-End-Displays, Bedien- und Anzeigesysteme im Automobil mit herausragenden Systemlösungen im Bereich Human-Machine-Interface (HMI) vertrauen Kunden weltweit ihre anspruchsvollsten und fortschrittlichsten Autos BHTC an. Dabei steht der Mensch bei dem aus Lippstadt kommenden Unternehmen im Mittelpunkt. BHTC bietet Komfort für alle Fahrzeuginsassen in jeder Fahrsituation. Dazu gehört neben erstklassigem und komfortablem Klima auch die intuitive und ergonomische Bedienung der HMI-Systeme.

Als innovatives und agiles Unternehmen ist BHTC ein geschätzter Partner der Automobilindustrie. Gemeinsam mit seinen Kunden bringt das Unternehmen zukunftsweisende Technologien weltweit in neue Fahrzeuggenerationen. Erfolgsgeschichten entstehen bei BHTC, wenn Herausforderungen auf Kreativität treffen. Das Ergebnis sind kundenspezifische Lösungen in den Segmenten Bediensysteme, Klimabedien- geräte, Klimasteuergeräte, Center Information Display (CID) und inte- grierte Centerstacks (ICS).

Engagement an den Universitäten in NRW als Investition in die Zukunft

„Wir von cronos verstehen unser Engagement an den Universitäten in NRW als Investition in die Zukunft. Genau wie die Wissenschaft braucht unsere Branche neue Impulse, um den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft gerecht zu werden. Die Aufnahme als Mitgliedsunternehmen des SICP freut uns in dieser Hinsicht umso mehr, da wir den direkten Austausch mit Studierenden und Lehrenden verstärken können. Wir möchten kreativen Raum und gleichzeitig Strukturen schaffen, die es Forschung, Studierenden und Praxisprofis ermöglichen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten und erhoffen uns hier, als SICP-Mitglied, Erfahrung und Innovation einbringen zu können“, erläutert Marcus Krüger, Geschäftsführer der cronos Unternehmensberatung GmbH.

Aus der Garage an den Silicon-Harbor Münster

Dynamik, Innovationskraft und Start-up-Klima hat man sich bei cronos erhalten, nur die Räumlichkeiten im dock14 am Hafen sind wesentlich großzügiger und einladender als in der Gründer-Garage 1991 in Senden. Neben langjähriger Erfahrung als fester Partner der SAP und mit ihren Produkten widmen sich die so genannten cronologen in der Entwicklung und Beratung auch Themen wie Robotic Process Automation, Process Mining, Blockchain und Machine Learning. Durch Vernetzung mit den Universitäten in NRW und mit attraktiven Angeboten für Studierende geht cronos auch direkt an den Campus. „Wir holen kreative und ambitionierte cronologen schon während des Studiums ab und investieren sehr viel in ihre Ausbildung und Förderung“, so Jana Toddenroth, Personalreferentin bei cronos. Dadurch können Studierende parallel zur Universität bereits als Werkstudenten wertvolle Erfahrungen sammeln, ihre Bachelor- und Masterarbeiten in innovativen Unternehmensprojekten erarbeiten und Praxissemester bei cronos absolvieren. Wer hier überzeugt, hat die besten Chancen auf einen schnellen Karrierestart.

Nachhaltigkeit bei der Entwicklung neuer Software- und IT-Produkte

„Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir die Sektorenkopplung auch zwischen den Bereichen IT/Software und den erneuerbaren Energien hinbekommen. Das innovative Projekt WindCORES (Rechenknoten in Windkraftanlagen) ist ein gutes Beispiel für eine geglückte Zusammenarbeit von Wissenschaft (SICP) und Wirtschaft (WestfalenWIND). Mit unserer Mitgliedschaft beim SICP – Software Innovation Campus Paderborn wollen wir die Wichtigkeit dieser Partnerschaft unterstreichen und betonen: Nachhaltigkeit sollte bei der Entwicklung neuer Software- und IT-Produkte eine wesentliche Rolle spielen“, betont Johannes Lackmann, Geschäftsführer der WestfalenWIND GmbH.

WindCORES – eine Innovation, die Rechenzentren nachhaltig in Windrädern betreibt

WindCORES beschreibt eine digitale Innovation aus der Rekombination stromintensiver Rechenzentren und den nachhaltigen Energieproduzenten, den Windenergieanlagen (WEA). Die IT-Systeme werden in dem Konzept jetzt dort verbaut und versorgt, wo der Strom erzeugt wird. WestfalenWIND IT bietet damit einen zukunftsweisenden Weg für die Energiewende und der Digitalen Transformation an, um den ungebremst steigenden Bedarf an IT-Diensten und nachhaltig erzeugtem Strom gerecht zu werden.

Nach der erfolgreichen Pilotierung und Weiterentwicklung werden nun im Raum Paderborn weitere WindCORES als Co-Location-Angebote für Unternehmen ausgerüstet und erschlossen. Dort können Cloud Services lokaler Unternehmen sowie internationaler Dienstleister oder sogar HPC-Cluster für rechenintensive Anwendungen (High-Performance Computing) nachhaltig und wirtschaftlich betrieben werden. Die Abdeckung aller Varianten ist möglich, da jede Aufrüstung einer WEA individuell an Kundenanforderungen oder deren Betriebskonzepte erfolgt.

„Rechenzentren sind heute der hungrige Motor der Digitalisierung, der Cloud und unabdingbar für unser zukünftiges digitales Miteinander. Analog zur Mobilität ist es notwendig, neue, nachhaltige Wege zu suchen und zu gehen, die den gesellschaftlichen Anforderungen gerechter werden. Mit der WestfalenWIND haben wir einen Partner gefunden, der sich dieser Herausforderung mit uns stellen möchte. Experten, Wissenschaftler und viele Unterstützer gestalten mit dem Stand der Technik, vielen Erkenntnissen und enormer Begeisterung diese Innovation weiter – es ist und bleibt also spannend”, erläutert Dr. Gunnar Schomaker, Manager des Kompetenzbereichs Smart Systems im SICP.