Transfercenter Digitale Mobilität

Das Transfercenter bündelt Forschungsergebnisse, digitale Werkzeuge und wissenschaftliche Beratungsangebote aus dem Software Innovation Lab der Universität Paderborn. Es unterstützt Kommunen und Verkehrsunternehmen dabei, heutige Mobilitätssysteme datenbasiert zu analysieren, On-Demand-Angebote zu planen und digitale Mobilitätslösungen nachhaltig umzusetzen.

Über­blick

Trans­fer­cen­ter

• Ziele und Vision • Zielgruppen • Inhaltlicher Fokus

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Trans­fer­an­ge­bo­te

• Herausforderungs-Workshop • Flotten- und Betriebsplanung • Motivation

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For­schung

• Über NeMo.Bil • Konvoi-Konzept • Planung und Auslegung des Mobilitätssystems

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Ent­schei­dungs­un­ter­stüt­zungs­tool

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Transfercenter

Zie­le und Vi­si­on

Das Transfercenter für Digitale Mobilität schafft eine Brücke zwischen Forschung und Praxis. Unsere Vision ist es, Forschungsergebnisse, Methoden und digitale Werkzeuge zur Transformation von Mobilitätssystemen für Kommunen, Verkehrsunternehmen und weitere Akteure nutzbar zu machen.

Wir unterstützen dabei, Mobilitätssysteme datenbasiert zu analysieren, Entwicklungen zu bewerten und fundierte Entscheidungen für die Gestaltung zukünftiger Mobilitätsangebote zu treffen.

Für wen ist das Trans­fer­cen­ter ge­dacht?

Kom­mu­nen

Unterstützung bei der strategischen Weiterentwicklung von Mobilitätsangeboten und der Bewertung neuer Mobilitätskonzepte.

Ver­kehrs­ver­bän­de und Ver­kehrs­un­ter­neh­men

Unterstützung bei Planung, Ausgestaltung und Betrieb innovativer Mobilitätslösungen.

Pla­nungs­bü­ros und Un­ter­neh­men

Austausch zu Methoden, Werkzeugen und Herausforderungen der digitalen Mobilitätsplanung sowie gemeinsame Entwicklung neuer Lösungsansätze.

In­halt­li­cher Fo­kus

Schwerpunkte

  • Digitale Transformation heutiger Mobilitätssysteme
  • Planung und Optimierung von On-Demand-Angeboten
  • Transfer von Forschung in kommunale und unternehmerische Anwendung
  • Aufbau nachhaltiger Transferstrukturen für die Mobilität von morgen

Transferangebote

Ge­mein­sam Mo­bi­li­tät ge­stal­ten

Unsere Transferangebote schaffen einen niedrigschwelligen Einstieg in den Austausch zwischen Forschung und Praxis. Gemeinsam erarbeiten wir Herausforderungen, diskutieren Handlungsoptionen und entwickeln Ansätze für konkrete Transfer- und Umsetzungsprojekte.

Work­sho­p­an­ge­bo­te

Herausforderungen der digitalen Mobilitätsstransformation erkennen

  • Die digitale Transformation von Mobilitätssystemen eröffnet neue Möglichkeiten für flexible, datenbasierte und nutzerorientierte Angebote. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen: von Datenverfügbarkeit und Schnittstellen über organisatorische Prozesse bis. Hin zu Finanzierung, Akzeptanz und Verstetigung.
  • Unser Einstiegsworkshop unterstützt Kommunen, Verkehrsunternehmen und andere Mobilitätsakteure dabei, diese Herausforderungen systematisch zu erfassen und erste Handlungsoptionen zu entwickeln. Ohne technische Vorkenntnisse erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam eine Standortbestimmung, priorisieren zentrale Themen und leiten konkrete nächste Schritte ab.

Geeignet für: Kommunen, Verkehrsunternehmen und weitere Mobilitätsakteure

Dauer: 3 bis 4 Stunden

Ergebnis: Herausforderungskarte, Priorisierung und nächste Schritte

Ziel: Orientierung schaffen und den Einstieg in konkrete Transferprojekte ermöglichen

Kon­takt

Flotten und Betrieb gemeinsam optimieren

  • Die Planung von On-Demand-Systemen erfordert ein Zusammenspiel aus strategischen und operativen Entscheidungen. Flottengröße, Fahrzeugtypen, Hub-Standorte, Ladeprozesse, Dispositionslogiken und Ride-Pooling-Regeln beeinflussen unmittelbar, wie zuverlässig wirtschaftlich und nutzerfreundlich ein Angebot werden kann.
  • Unser Vertiefungsworkshop unterstützt Kommunen, Verkehrsunternehmen und KMU dabei, Herausforderungen in der integrierten Flotten- und Betriebsplanung systematisch zu erfassen und Optimierungspotenziale sichtbar zu machen. Gemeinsam analysieren wir zentrale Stellgrößen, geeignete KPIs und relevante Datenanforderungen. Daraus entstehen konkrete Ansatzpunkte für Simulationen, Sensitivitätsanalysen oder betriebliche Verbesserungen.

Geeignet für: Kommunen, Verkehrsunternehmen und Mobilitätsdienstleister

Dauer: 4 bis 5 Stunden

Ergebnis: Herausforderungskarte, Optimierungshebel, KPI- und Datencheck, nächste Schritte

Ziel: Engpässe erkennen, Planungsannahmen schärfen und Optimierungspotenziale für On-Demand-Systeme ableiten

Kon­takt

Mo­ti­va­ti­on

Herausforderungen heutiger Mobilitätssysteme

Mobilitätssysteme stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. Insbesondere in ländlichen und suburbanen Regionen führen lange Wartezeiten, geringe Flexibilität und eine ineffiziente Auslastung bestehender Angebote häufig dazu, dass Mobilität nicht bedarfsgerecht bereitgestellt werden kann. Gleichzeitig erschweren die Anforderungen multimodaler Mobilität die Planung und den Betrieb vernetzter Verkehrssysteme. Hinzu kommen steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und eine attraktive Nutzererfahrung.

Wie sieht die Mobilität von morgen aus?

Zukünftige Mobilitätssysteme müssen flexibel, bedarfsgerecht und intelligent vernetzt sein. On-Demand-Angebote, multimodale Mobilitätsketten und digitale Dienste eröffnen neue Möglichkeiten, Mobilität effizienter und nutzerorientierter zu gestalten.
Im Forschungsprojekt NeMo.bil wurden Konzepte für eine flexible, bedarfsgerechte und digital unterstützte Mobilität erforscht und entwickelt. Das Ziel ist es, Mobilitätssysteme zu schaffen, die sich dynamisch an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer anpassen und gleichzeitig wirtschaftlich sowie nachhaltig betrieben werden können.
Doch wie gelingt der Schritt von einer Vision zukünftiger Mobilität hin zu einer erfolgreichen Umsetzung in der Praxis?
Dabei wollen wir Sie durch unsere Transferangebote unterstützen! 

Forschung

Über Ne­Mo.bil

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE, vormals BMWK) geförderten Projekts „NeMo.bil“ wurde ein innovatives, schwarmartiges Mobilitätssystem für den nachhaltigen und bedarfsgerechten Personen- und Gütertransport insbesondere im ländlichen Raum entwickelt.

Kern des Konzepts sind zwei komplementäre Fahrzeugtypen: die kleinen, elektrisch-autonomen NeMo.Cabs für individuelle Fahrten von Tür zu Tür sowie die größeren NeMo.Pros als Zugfahrzeuge für gemeinsame Streckenabschnitte. Durch die intelligente Kombination beider Fahrzeugtypen entsteht ein individualisierter öffentlicher Nahverkehr (iÖV), der die Vorteile flexibler Mobilität mit den Effizienzvorteilen gemeinschaftlicher Verkehre verbindet.

Neben den Fahrzeugen wurden im Projekt digitale Methoden und Werkzeuge entwickelt, um Planung, Betrieb und Optimierung eines solchen Mobilitätssystems zu unterstützen. Die folgenden Abschnitte geben einen Einblick in das Konvoi-Konzept sowie die digitalen Ansätze zur Planung und Auslegung des Systems. 

Kon­voi-Kon­zept

Ein zentrales Merkmal des Mobilitätskonzepts von NeMo.bil ist die Kombination individueller Mobilität mit den Effizienzvorteilen eines öffentlichen Verkehrssystems. 

Hierfür werden die autonomen NeMo.Cabs auf längeren Strecken zu einem Konvoi zusammengeschlossen und von einem NeMo.Pro gezogen. So können individuelle Start- und Zielorte mit einer energie- und ressourceneffizienten Fortbewegung auf stark nachgefragten Verbindungsstrecken kombiniert werden.

Bedarfsgerechte Mobilität im Schwarm

Damit individuelle Mobilität und effiziente Ressourcennutzung zusammengebracht werden können, müssen Fahrten intelligent koordiniert werden. Die Herausforderung besteht darin, individuelle Start- und Zielorte mit gemeinsamen Streckenabschnitten zu verbinden, ohne die Flexibilität für die Nutzerinnen und Nutzer einzuschränken.

Im Projekt NeMo.bil wurden unterschiedliche Konzepte untersucht, um Fahrten bedarfsgerecht zu bündeln und gleichzeitig kurze Reisezeiten sowie einen effizienten Betrieb zu ermöglichen. Als grundlegendes Konzept wurde ein linien- und fahrplanbasiertes Konvoi-System untersucht. Auf stark nachgefragten Verbindungsstrecken werden sogenannte Konvoi-Linien, die von den Pro-Fahrzeugen nach einem Fahrplan bedient werden, eingerichtet. An dedizierten Koppelpunkten auf diesen Strecken können sich bis zu fünf Cabs an ein Pro ankoppeln nach erfolgter Konvoi-Fahrt wieder abkoppeln. 

So funk­tio­niert ei­ne Fahrt mit dem Cab im Kon­voi

Das Konvoi-Konzept zeigt, wie individuelle und öffentliche Mobilität zukünftig miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig verdeutlicht es, dass innovative Mobilitätsangebote nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn Planung, Simulation und Betrieb durch digitale Werkzeuge unterstützt werden. 

Pla­nung und Aus­le­gung des Mo­bi­li­täts­sys­tems

Die Planung zukünftiger Mobilitätssysteme umfasst zahlreiche strategische und operative Entscheidungen. Dies gilt insbesondere für neuartige Konzepte wie das im Projekt NeMo.bil entwickelte Konvoi-System. Fahrten müssen koordiniert, Nachfrageverläufe berücksichtigt und unterschiedliche Betriebsstrategien aufeinander abgestimmt werden.

Wie viele Fahrzeuge werden benötigt? Auf welchen Strecken lohnen sich Konvois? Wo sollten Mobilitätshubs entstehen? Und welche Betriebsregeln führen zu kurzen Wartezeiten und einem wirtschaftlichen Betrieb?

Im Projekt NeMo.bil wurde hierfür ein integrierter Planungsansatz entwickelt, der Flottenplanung und Betriebsplanung miteinander verbindet. Mithilfe digitaler Planungs- und Simulationswerkzeuge können unterschiedliche Szenarien untersucht und ihre Auswirkungen bewertet werden.

Die folgenden Schritte geben einen Überblick über den Prozess.

Grundlage der Planung sind unterschiedliche Nachfrageszenarien. Betrachtet werden unter anderem die Gesamtnachfrage, zeitliche Schwankungen im Tagesverlauf sowie regionale Nachfrage-Schwerpunkte.

Auf Basis der Nachfrage wird festgelegt, wie das Mobilitätssystem grundsätzlich aufgebaut sein soll. Dazu gehören die Anzahl und Eigenschaften der Fahrzeuge sowie die Standorte von Mobilitätshubs und Ladeinfrastruktur.

Anschließend wird untersucht, wie sich die geplante Flotte im Betrieb verhalten würde. Dazu werden Fahrten aus dem betrachteten Nachfrageszenario geplant und simuliert und Kennzahlen wie Wartezeiten, Energieverbrauch, Betriebskosten oder die Anzahl nicht bedienter Anfragen berechnet.

Durch die systematische Variation einzelner Parameter von der Batteriegröße eines einzelnen Fahrzeugs bis hin zur Streckenauswahl für mögliche Konvois wird untersucht, welchen Einfluss die Stellgrößen auf Kosten, Servicequalität und Nachhaltigkeit haben und wie sie gewählt werden sollten, um einen effizienten Betrieb zu ermöglichen. 

Entscheidungsunterstützungstool

Im Transfercenter werden Forschungsergebnisse nicht nur dokumentiert, sondern für die praktische Anwendung aufbereitet. Der Demonstrator ermöglicht es, verschiedene Mobilitätsszenarien zu erkunden und die Auswirkungen unterschiedlicher Planungsentscheidungen sichtbar zu machen.

Weitere Informationen folgen.

För­de­rung