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Software Innovation
Campus Paderborn
Grimma nach dem Hochwasser. Foto: V. Hesse/pixelio.de Bildinformationen anzeigen

Grimma nach dem Hochwasser. Foto: V. Hesse/pixelio.de

RESIBES: Resilienz durch Helfernetzwerke zur Bewältigung von Krisen und Katastrophen

Helfer im Einsatz nach einer Katastrophe. Foto: Enrico Di Cino, Fotolia.com
Freiwillige Helferinnen und Helfer bei einer RESIBES-Übung im Juni 2018. Foto: DRK
Besprechung bei einer RESIBES-Übung im Juni 2018. Foto: DRK

1. Motivation

Insbesondere die Sturm- und Hochwasserereignis­se der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Bereitschaft der Bevölkerung, bei der Bewältigung von Krisen und Katastrophen zu helfen, immer mehr zunimmt. Doch auch der Einsatz der freiwilligen Helfe­rinnen und Helfern muss koordiniert werden, damit ihre Hilfe zielgerichtet erfolgt. Deshalb ist es wichtig, Angebote für freiwilliges Engagement zu kennen und zu registrieren, bevor Schadensfälle bewältigt werden müssen.

2. Ziele und Vorgehen

In RESIBES werden neue Ansätze erforscht, wie im Vorfeld von Krisen und Katastrophen ein verlässliches Helfernetzwerk aus Privatpersonen, Vereinen oder Unternehmen aufgebaut werden kann und wie dieses zusammen mit spontanen Helfern in der Krisenbewältigung eingesetzt werden kann. Im Projekt werden innovative technische Ansätze und Dienste für den Aufbau und Einsatz dieses Helfernetzwerkes erarbeitet. Schwerpunkte liegen u. a. auf der Koordination von Helfern und materiellen Ressourcen und auf der Erfassung von aktuellen Lageinformationen mittels mobiler Endgeräte (Smartphones, Tablets etc.) und Crowdsourcing Mechanismen sowie der Informationsauswertung und ihrer Aufbereitung in einem Geoinformationssystem. Mobile Ad-hoc-Netzwerken zur robusten Kommunikation und eine verteilte Diensteplattform basierend auf den vorhandenen mobilen Geräten  der Helferinnen und Helfer ermöglichen eine resiliente Bereitstellung der Dienste, d.h. die Dienste sind auch bei (teilweisem) Ausfall öffentlicher Infrastrukturen wie z. B. der Mobilfunknetze funktionsfähig.Die Universität Paderborn arbeitet in diesem Projekt schwerpunktmäßig an der Erstellung eines Lageüberblicks sowie der robusten Kommunikation.

3. Innovationen und Perspektiven

Im Krisenfall können gezielte Anfragen an das Helfernetzwerk gestellt werden. Über vorab definierte Kommunikations- und Kooperationsroutinen wird der Informationsaustausch, der koordinierte Einsatz der Freiwilligen sowie die Verteilung der zur Verfügung stehenden Ressourcen gewährleistet. Die Smartphones der Helferinnen und Helfer können zudem als verteilte Sensorelemente zur Lagebilddarstellung sowie zur Aufrechterhaltung der Kommunikation genutzt werden. Der Einsatzleitung und den beteiligten Katastrophenschutzorganisationen wird mit dem Helfernetzwerk ein effektives Instrument zur besseren und schnelleren Bewältigung zukünftiger Krisen und Katastrophen zur Verfügung gestellt.

In Kürze

Förderkennzeichen:
13N13959

Laufzeit:
Februar 2016 bis Januar 2019
                 

Ansprechpartner

Dr. Bernd Kleinjohann

bernd(at)c-lab(dot)de

Projektpartner
  • Deutsches Rotes Kreuz, Frankfurt am Main        
  • Atos IT Solutions and Services GmbH
  • mainis IT-Service GmbH               
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau             
  • Universität Paderborn