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Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten Show image information

Forschungs- und Innovationscampus Zukunftsmeile 2; Foto: Matern Architekten

KOVAS: Kollaborative Validierung von Services in Software-Ökosystemen

1. Motivation

Der Aufbau eines Ökosystems um die eigenen Produkte herum gehört heutzutage bei vielen Anbietern zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Bei diesen sogenannten Software Ökosystemen stellt der Anbieter eines Produktes seinen Nutzern eine gewisse Kernfunktionalität zur Verfügung. Diese Funktionalität kann nun durch Services (häufig auch Apps genannt) erweitert werden, welche Drittentwickler innerhalb eines Marktplatzes (häufig App-Stores genannt) des Anbieters zu Verfügung stellen können. Dies hat für den Anbieter des Ökosystems den Vorteil, einen großen Funktionsumfang mit geringeren Entwicklungskosten anbieten zu können, während die Drittentwickler direkt auf eine bestehende Nutzerbasis zugreifen können. Gleichzeitig besteht jedoch für die Drittentwickler das Risiko von teuren Fehlentwicklungen, wenn ihre Services nicht auf die eigentlichen Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind.

Während größere Ökosysteme wie beispielsweise Apples iOS oder Googles Android aufgrund ihrer Marktmacht dieses Risiko auf die Drittentwickler übertragen können, müssen besonders kleinere und spezialisierte Ökosysteme ihre Drittentwickler bei der Entwicklung neuer Services unterstützen. Eine Unterstützung ist es dabei, die vorhandene Nutzerbasis des Ökosystems und damit die potenziellen Nutzer des Service bereits möglichst früh in die Ideen- und Prototypen-Phase neuer Services einzubinden.

2. Ziele

Das Projektziel ist es, die Drittentwickler in solchen Ökosystems zu unterstützen, indem diese möglichst frühzeitig Zugriff auf die Nutzerbasis des Ökosystems zu erhalten. Hierzu soll eine Ideenplattform entwickelt werden, auf welcher Drittentwickler ihre Ideen für neue Services in verschiedenen Granularitäten (z.B. Textuelle Beschreibung, Mockups, Klickbarer Prototyp) bereitstellen und durch die Nutzer des Ökosystems in verschiedenen Granularitäten (z.B. 5-Sterne-Bewertung, freie Textfelder) kollaborativ validieren können. Konkret sollen hierfür zunächst bestehende Literatur und existierende Tools analysiert und daraus Designprinzipien abgeleitet werden. In einem iterativen Prozess werden diese Designprinzipien nun implementiert und mit potenziellen Nutzern einer solchen Plattform evaluiert. Im Anschluss sollen aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um bestehende und neue Betreiber von Software Ökosystemen zu unterstützen. Zusammengefasst müssen damit die folgenden Kernforschungsziele innerhalb des Projektes erreicht werden:

  • Identifikation der Anforderungen an eine Plattform zur kollaborativen Validierung von neuen Ideen für Services
  • Konzeption und Evaluation von Designprinzipien für eine Plattform basierend auf den Anforderungen
  • Prototypenhafte Implementation und Evaluation einer Plattform auf Basis der Designprinzipien
  • Ableiten von Handlungsempfehlungen für Ökosystem-Betreiber auf Basis der Evaluation

3. Innovation und Perspektive

Innerhalb des Projektes sollen daher Designprinzipien sowie ein Prototyp einer Plattform entwickelt werden, auf der Ideen für neue Services präsentiert und kollaborativ validiert werden können. Hierdurch können die wichtigsten Annahmen über die Services bereits frühzeitig validiert und somit teure Fehlentwicklungen vermieden werden. Die hier entwickelten Konzepte unterstützen dabei sowohl bei der Entwicklung neuer Plattformen im Bereich des Crowdsourcings als auch in der Überarbeitung bestehender Tools im Bereich der Geschäftsmodell- und Produktentwicklung.

In Kürze

Förderkennzeichen: 01IS17046

Laufzeit: 01/2021 – 12/2022

Ansprechpartner

Sebastian Gottschalk, M.Sc.

Software Innovation Campus Paderborn (SICP)

Sebastian Gottschalk
Phone:
+49 5251 60-6588
Office:
ZM2.A.03.05.1-1

Förderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderer

Software Campus